Mieterstrom: Wie rentabel sind PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern?

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Die Rendite von Mieterstrom – wie wirtschaftlich sind Photovoltaikanlagen auf dem Dach?

Um die Energiewende auch in Städten voranzutreiben, hat die Regierung vor einigen Jahren den Mieterstrom ins Leben gerufen – mit zahlreichen Vorzügen für Mieter und Immobilienbesitzer. Während Mieter durch die dezentrale Energieversorgung grünen Strom zu besonders günstigen Konditionen beziehen, profitieren Immobilienbesitzer von einem spannenden Geschäftsmodell mit attraktiven Mehreinnahmen. Neben ökologischen Aspekten richtet sich die Entscheidung für oder gegen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses daher immer auch nach der Rentabilität des Projektes. Wie wirtschaftlich bzw. renditestark eine PV-Anlage ist, hängt wiederum von verschiedenen Kriterien ab, etwa von dem gewählten Mieterstrommodell und der Anzahl der Mieter, die den erzeugten Strom abnehmen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Einflussfaktoren ausführlich vor.

 

Sonnenenergie nutzen – die Rendite einer PV-Anlage

Errichten Immobilienbesitzer auf dem Dach ihres Mehrfamilienhauses eine Photovoltaikanlage, erweitern sie ihr Portfolio um ein erneuerbare und dezentrale Energieerzeugung. Dieses Investment ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern kann zugleich mit einer attraktiven Rendite aufwarten. Zwischen 5 und 8 Prozent pro Jahr sind realistisch. Wenn mit den Mietern langfristige Versorgungsverträge geschlossen werden, profitieren Immobilienbesitzer auf lange Sicht von gesicherten Erträgen. Und sowohl die PV-Anlage als auch die regelmäßigen Erträge aus dem Stromverkauf können den Wiederverkaufswert der Immobilie deutlich steigern – mit positiven Effekten auf die Rendite des gesamten Immobilieninvestments.

 

Strom an Mieter verkaufen: Renditefaktor Eigennutzung

Wie sich die Installation einer Mieterstrom-Anlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses rentiert, hängt in erster Linie davon ab, wie viel des produzierten Stroms sich an die Mieter verkaufen lässt. Denn angesichts der seit Jahren sinkenden Einspeisevergütung lohnt es sich kaum noch, den erzeugten Solarstrom vollständig in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Die aktuellen Vergütungssätze für neu installierte PV-Anlagen [Stand: Juni 2018] betragen:

·         12,20 Cent pro Kilowattstunde für Dachlangen bis 10 kWp bzw.

·         11,87 Cent pro Kilowattstunde für Dachlangen bis 40 kWp.

Wird der Strom nun im Haus selbst verbraucht, sieht die Rechnung schnell ganz anders aus. Wer vom Mieterstromzuschlag gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) profitieren möchte, muss zehn Prozent weniger verlangen als der örtliche Grundversorgungstarif. Liegt der Strompreis des Grundversorgers beispielsweise bei 30 Cent pro Kilowattstunde, beläuft sich der Höchstpreis für geförderten Mieterstrom auf 27 Cent pro Kilowattstunde. Der Mieterstromzuschlag beträgt maximal 3,8 Cent pro Kilowattstunde. Die Erlöse aus dem an die Mieter verkauften Sonnenstrom sind aber kein Reinertrag. Denn die Kosten für die Reparatur und Wartung der Anlage müssen über den Strompreis gedeckt werden und können nicht zusätzlich auf die Mieter umgeschlagen werden. Dennoch wird deutlich, dass es viel lohnender ist, den auf dem Dach produzierten Strom an die Mieter zu verkaufen, als diesen vollständig ins öffentliche Netz einzuspeisen.

 

Hohe Rendite dank geringerer Entgelte

Wird der auf dem Dach erzeugte Sonnenstrom von den Mietern selbst genutzt, erzielen Anlagenbetreiber deutlich höhere Erträge für den selbst produzierten Strom – und damit eine sehr gute Mieterstrom-Rendite. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass keine Netzentgelte anfallen, wenn der Strom nicht ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Auch andere netzseitige Umlagen und Konzessionsabgaben sowie die Stromsteuer werden nicht erhoben, wenn der Sonnenstrom direkt an die Mieter geliefert wird, statt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen.

 

Mieterstrom-Rendite beim Contracting

Sowohl die Planung, die Installation und der Betrieb der PV-Anlage als auch der Verkauf des selbst erzeugten Sonnenstroms ist zeitlich sehr aufwendig. Daher entscheiden sich immer mehr Immobilienbesitzer beim Thema Mieterstrom für das Contracting. Beim Contracting arbeiten Immobilienbesitzer mit externen Dienstleistern wie Solarimo zusammen. Diese sogenannten Contractors kümmern sich ganz nach Bedarf um alle Belange rund um die Planung, die Installation und die Verwaltung der Anlage auf dem Mehrfamilienhaus. Darüber hinaus verkaufen sie auch den Strom an die Mieter und treten gegenüber diesen als Stromversorger auf. Immobilienbesitzer erhalten dann von ihrem Mieterstrom-Partner eine vorab definierte, garantierte Rendite. Dadurch profitieren sie von einem hohen Maß an Sicherheit und regelmäßigen Einnahmen.