Mieterstromförderung – die Möglichkeiten im Überblick

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Mieterstromförderung: Das sind die Möglichkeiten

Mieterstrom soll sich für Vermieter und Mieter lohnen – deshalb wurde die Mieterstromförderung direkt im Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG 2017) verankert. So erhalten Betreiber einer Mieterstromanlage einen Zuschuss, der sich an der EEG-Einspeisevergütung orientiert. Mehr zu der EEG-Förderung sowie Informationen zu weiteren Unterstützungen für den hauseigenen Sonnenstrom haben wir für Sie zusammengestellt!

 

Mieterstromförderung: Programme im Überblick

In diesem Artikel informieren wir Sie zu folgenden Themen:

·         Gründe für die Förderung von Mieterstrom

·         staatliche Mieterstromförderung nach EEG 2017

·         KfW-Förderung

·         landesrechtlichen Förderprogramme

 

Warum wird Mieterstrom gefördert?

Der Ausbau regenerativer Energie schreitet voran – jedoch zu langsam. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium beträgt das Gesamtpotenzial für Mieterstrom in Deutschland 18 Prozent aller vermieteten Wohnungen. Im Falle einer kompletten Erschließung könnten in der Bundesrepublik bis zu 500.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Mieterstrommodelle bieten vor allem in den Städten ein enormes Potenzial für die Erzeugung von grünem Strom. Hierunter werden Solaranlagen verstanden, die auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern installiert werden. Der erzeugte Sonnenstrom wird an sogenannte Letztverbraucher, insbesondere die Mieter, die in diesen Gebäuden oder in unmittelbarer Nähe wohnen, verkauft. Wird mehr Strom produziert, als die Mieter verbrauchen, wird der Überschuss in das allgemeine Versorgungsstromnetz eingespeist. Aufgrund der enormen Potenziale, die Sonnenstrom vom Hausdach bietet, ist die Mieterstromförderung im EEG 2017 verankert.

 

Staatliche Mieterstromförderung gemäß EEG 2017

Mieterstromprojekte müssen attraktiver werden, damit mehr Anlagen errichtet werden. Zwar entfallen beim Mieterstrom einige Kostenpunkte wie Netzentgelte und -umlagen, Konzessionsabgaben und die Stromsteuer. Vor dem Inkrafttreten des EEG 2017 erschwerten jedoch Kosten für Messungen, Vertrieb und Abrechnung einen wirtschaftlichen Betrieb der PV-Anlagen für Vermieter. Das hat sich nun geändert.

 

Voraussetzungen für die Mieterstromförderung

Das EEG 2017 enthält einen Förderanspruch für die Direktlieferung von Strom aus Solaranlagen auf Wohnhäusern. Voraussetzung ist, dass mindestens 40 Prozent der Gebäudefläche zu Wohnzwecken genutzt wird. Dabei erhält der Anlagenbetreiber den sogenannten Mieterstromzuschlag. Eine weitere Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung sind unter anderem, dass die Anlage erst mit oder nach Inkrafttreten des Gesetzes in Betrieb genommen wurde. Darüber hinaus muss die Anlage bei der Bundesnetzagentur registriert werden.

 

Wie wird die Mieterstromförderung berechnet?

Die Höhe des Mieterstromzuschlags orientiert sich an der EEG-Einspeisevergütung, wobei ein Abschlag abgezogen wird. Die konkrete Zuschlagshöhe hängt von der Größe der Anlage sowie der bundesweiten Photovoltaik-Zubaurate ab und beträgt ungefähr zwischen 2,2 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh. Insgesamt wird der förderfähige Solaranlagenausbau auf jährlich 500 Megawatt beschränkt, um die potenziell entstehenden Kosten zu deckeln.

 

Mieter haben beim Strom weiterhin die Wahl

Wird eine Solaranlage auf dem Dach eines Mietshauses errichtet, müssen die Mieter ihren Stromanbieter trotzdem weiterhin frei wählen dürfen und sollen den Mieterstrom zu vorteilhaften Konditionen angeboten bekommen. So darf der Mieterstrom maximal 90 Prozent des örtlichen Grundversorgungstarifes kosten. Ebenso dürfen Mieterverträge nicht mit Mietstromverträgen gekoppelt werden, um die freie Stromanbieterwahl zu garantieren. Hinzu kommt eine maximale Vertragslaufzeit von einem Jahr.

 

KfW-Förderungen für Sonnenstrom

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert ebenfalls Solaranlagen auf Hausdächern und auch auf Mietshäusern. Anders als beim Mieterstromzuschuss handelt es sich hierbei jedoch um eine indirekte Förderung. So vergibt die KfW zinsgünstige Darlehen und mitunter Zuschüsse an Solarenergieprojekte von Privatpersonen und auch von Unternehmen sowie Genossenschaften. Im Rahmen von Programmen für das energieeffiziente Bauen und Sanieren oder weiterer Erneuerbare-Energien-Förderprodukte können lohnende Fördermöglichkeiten genutzt werden.

                                                                                                                             

Weitere (Landes-)Förderprogramme

Zur Erhöhung des Eigenstromverbrauchs fördert etwa der Freistaat Thüringen über die Thüringer Aufbaubank (TAB) Mieterstromprojekte. Das Programm Solar Invest finanziert sowohl Beratungsleistungen zum Thema Mieterstrom als auch die Umsetzung entsprechender Projekte mit. Aktuelle Förderprogramme und Finanzhilfen des Bundes, der Länder und der EU finden Sie stets in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

Mieterstromförderung – wie vorgehen?

Wer über eine Solaranlage zur Gewinnung von Mieterstrom nachdenkt, sollte sich vorab zu den bestehenden Möglichkeiten umfassend beraten lassen. Das gilt sowohl für die Inanspruchnahme von Mieterstromförderung als auch hinsichtlich möglicher Ertragsmodelle für die Solaranlage. Wir von Solarimo stehen bei Fragen rund um das Thema Mieterstrom an Ihrer Seite. Denn es ist unser Anliegen, mehr grünen Strom in die Städte zu bringen, dezentrale Versorgungssysteme zu fördern und zu einer sauberen Energieversorgung beizutragen. Ob Mieter, Wohnungsbaugesellschaft, Genossenschaft, Eigentümer oder Investoren – alle Parteien können von Mieterstromprojekten profitieren.