Mieterstrom: Win-win-Situation für Mieter und Vermieter

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Vorteile des Mieterstrommodells: Energiewende im Mehrfamilienhaus

Die Energiewende schreitet voran, doch erst seit kürzerer Zeit werden auch die Mieter in Mehrfamilienhäusern an ihr beteiligt. Die Produktion von Solarstrom für den Eigenverbrauch mit Photovoltaikanlagen erfolgte bislang schwerpunktmäßig auf den Dächern von Einfamilienhäusern, zu einem großen Teil in den ländlichen Regionen Deutschlands. Dabei bergen auch die Dächer von Mietshäusern ein großes Potenzial. Zudem wird der meiste Privatstrom in den Städten verbraucht, daher ist es nur sinnvoll, ihn auch direkt dort zu produzieren. Immer mehr Immobilieneigentümer setzen auf grünen Mieterstrom. Auf dem Dach selbst produzierten Strom an die Mieter zu verkaufen, hat verschiedenste Vorteile. Sowohl für die Mieter als auch für den Vermieter ist das Mieterstrommodell ein Gewinn. Deshalb eignet es sich keineswegs nur für Luxusimmobilien, sondern ist auch eine lohnende Anschaffung für Sozialwohnungen. Wir haben die großen Vorzüge von Mieterstrom einmal für Sie zusammengefasst.

 

Vorteile für den Eigentümer der Immobilie

Vermieter, die eine Solaranlage auf dem Dach betreiben, profitieren von einer deutlichen Wertsteigerung ihrer Immobilie. Solaranlagen können mit einer Rendite zwischen 5 und 8 Prozent über 20 Jahre aufwarten. Somit gewinnt das Mehrfamilienhaus im Falle einer Veräußerung erheblich an Wert. Das Gebäude wird für potenzielle Käufer attraktiver, denn es wird mit dem Einbau der Photovoltaikanlage von einem normalen Wohnhaus zum Ökokraftwerk. Somit stellt die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses auch aus Vermietersicht eine äußerst lohnende Investition dar. Ein weiterer großer Vorteil ist dabei, dass der Eigentümer der Immobilie keinerlei Arbeit mit der Photovoltaikanlage hat. Solarimo übernimmt im Rahmen des Rundum-Service die Installation der Anlage, überwacht die Wartung und fungiert als Betreiber. Immobilieneigentümer profitieren übrigens nicht nur finanziell vom Mieterstrommodell: Auch der Imagegewinn ist nicht zu vernachlässigen. Wer eine Solaranlage auf dem Dach seines Gebäudes errichten lässt, erweitert sein Portfolio um ein innovatives, umweltfreundliches und nicht zuletzt mieterfreundliches Projekt.

 

Hausgemachter Sonnenstrom: Die Vorteile für die Mieter

Für die Mieter ergeben sich ebenfalls nur Vorteile. Der Sonnenstrom wird direkt in unmittelbarer Nähe der eigenen vier Wände erzeugt. Die Hausbewohner wissen genau woher der erzeugte Strom kommt. Sonnenstrom zu beziehen, erleichtert das eigene Gewissen und fördert das Umweltbewusstsein. Der größte Vorteil von solarem Mieterstrom ist ohne Zweifel die enorme Ersparnis bei den Stromkosten. Die Stromkosten sind um rund 15 Prozent geringer, ohne dass die Mieter in puncto Komfort und Versorgungssicherheit Einbußen hinnehmen müssen. Die kontinuierliche Stromversorgung ist den Mietern gesetzlich garantiert, sodass den Hausbewohnern keine Lücken entstehen können. Reicht der Strom aus der Photovoltaikanlage nicht aus, werden die Bewohner mit Strom aus dem öffentlichen Netz versorgt. Nach dem Mieterstrommodell der Bundesregierung ist der Höchstpreis auch für die Zukunft auf 90 Prozent des Grundversorgertarifs gedeckelt. Somit fungiert der Mieterstrom gewissermaßen als Strompreisbremse.

 

Mieterstrom stößt auf große Zustimmung

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die von einem Energieanbieter beauftragt wurde, sind rund 66 Prozent der befragten Mieter nicht abgeneigt, Mieterstrom zu beziehen. Das Mieterstrommodell ist kein brandneues Konzept, sondern existiert bereits seit Jahren. Neu ist allerdings die Möglichkeit der staatlichen Förderung, die seit 2017 im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert ist.

 

Förderung des Mieterstroms nach dem EEG

Im Jahr 2017 wurden einige Vorschriften des EEG geändert – unter anderem wurde ein Punkt zur Förderung von Mieterstrom integriert. Die Förderung erfolgt indirekt, nämlich in Form einer reduzierten EEG-Umlage. Dafür gelten bestimmte Voraussetzungen:

 

  1. Nach § 23b Abs. 2 EEG kann Mieterstrom gefördert werden, der aus einer Solaranlage mit max. 100 kWp gewonnen wird. Die Abkürzung kWp steht für Kilowatt peak und gibt die Leistung einer Photovoltaikanlage an.

  2. Eine weitere Bedingung ist, dass der geförderte Mieterstrom aus einer Solaranlage stammt, die auf dem Dach – oder zumindest in unmittelbarer Nähe – desjenigen Wohngebäudes installiert ist, in dem es verbraucht wird.

  3. Der Sonnenstrom muss zudem direkt an den Mieter geliefert werden. Der Begriff „Direktlieferung“ bedeutet, dass das öffentliche Netz nicht genutzt wird. Überschüssiger Strom kann hingegen in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet werden.